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Dienstag, 25. August 2015

Südschwarzwald: Über den Kandel ins Glottertal


Feste in die Pedale treten/ Kurvenreiche Passstrecke



Den Kandel hoch ist guter Tritt gefragt. (Fotos: presseweller)


August 2015. (Bike-Click/ prw). Spätsommer und Herbst mit gemäßigteren Temperaturen bieten sich für Radtouren an. Im Schwarzwald haben Biker alle Möglichkeiten. Wer im Breisgau Urlaub macht, kann zum Beispiel die nach Kilometern kurze, aber nach Steigung heftige Tour von Waldkirch über den Kandel ins bekannte Glottertal antreten und von dort wieder locker nach Waldkirch zurückradeln. Insgesamt macht das so etwa 40 Kilometer, je nach Ausgangspunkt. Bei Fahrradfahrern gilt die Tour auf den Kandel als herausfordernd.

Los geht es in Waldkirch. Man sollte vorher die Karte zur Hand nehmen, damit man den Einstieg in die passartige Straße auf den rund 1240 Meter hohen Kandel findet. Nach noch nicht so forderndem Beginn geht es bald am linksseitigen Gasthof – mal ein Stück Schwarzwälder Kirsch probieren –und am murmelnden Bach vorbei. Beschaulich ist's im Altersbachtal. Dann schraubt sich die teils enge Bergstraße mit bis zu 13 Prozent Steigung und mit zahlreichen Kurven durch luftigen und teils schattigen Nadelwald auf beiden Straßenseiten auf das Höhenplateau. Je nach Ausgangsort legt man elf bis zwölf Kilometer zurück sowie, je nach Startpunkt, über 900 bis 1000 Höhenmeter. Zwischendurch gibt es immer wieder tolle Ausblicke aufs Tal, zum Beispiel vom Naturfreunde-Haus aus, gut fünf Kilometer nach dem Start. Das bietet auch Zeit, eine Verschnaufpause einzulegen. Auf der Passhöhe wartet ein weites Plateau mit vielen Parkplätzen, zig Wandermöglichkeiten und Restauration. Linksseitig gibt es eine naturgeschützte Borstengraswiese mit, je nach Jahreszeit, bunten Blumen. Rechtsseitig ist der Abflugplatz für Drachen- und Gleitschirmflieger. Als wir oben waren, hob gerade einer ab. Als die Knipse bereit war, hatte er leider bereits den Flug angetreten. Im Winter stehen Langlauf und mehr auf dem Plan. Einen kleinen Lift gibt es auch. Ist die Luft klar, gibt es aber immer der Blick weit ins Tal. Schön.


Zwischendurch halten, auf Hügel und aufs Tal schauen. 


Auf der Kandel-Passhöhe angekommen.



Abwärts ins Glottertal
Mit vielen Kurven und Serpentinen windet sich die Landstraße an Wald vorbei ins Glottertal, nach wie vor sehr bekannt durch die Fernsehserie „Schwarzwaldklinik“ mit „Dr. Brinkmann“ und Co. Da man nicht treten muss, ist die Abfahrt quasi die Belohnung für den mühevollen Aufstieg. Schon bald wird das Bild durch Weinberge und -gärten bestimmt. Nach über 15 Kilometern ist der Talboden erreicht. In Glottertal bestehen verschiedene Einkehrmöglichkeiten.
Sowohl auf der Hochfahrt als auch auf der Abfahrt gibt es Straßenschäden. Da der „Kandelpass“ auch in den Kurven teilweise eng ist, ist es ratsam, das Fahren vorsichtig angehen zu lassen. Man kann sich denken, dass auch bei Motorbikern diese kurvenreiche Strecke beliebt ist. Außerdem gibt es Autoverkehr.


Im Glottertal angekommen: Weinberge. 


Für Pedelec-Fahrer, E-Biker, ist der Kandel ebenfalls eine Abwechslung. Mit leichterem Tritt hoch und runter den Akku nachladen, falls man ein E-Bike mit Rekuperation hat, also eines, bei dem beim Bremsen und Co. dem Akku wieder „Saft“ zugeführt wird.
Vom Glottertal fährt man nun weiter und erreicht nach rund zehn Kilometern wieder den Ausgangspunkt Waldkirch.

Allgemein: Es gibt verschiedene Rast- bzw. Einkehrmöglichkeiten. Ringsum liegen sehenswerte Orte wie St. Peter, Sexau, Emmendingen und Freiburg. Zu geeigneten Strecken, auch über Fahrradwege, sollte man sich auf einer Radkarte oder per App informieren.
Unsere Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt der Fahrt im Juni 2015. Für Befahrbarkeit, Straßenzustände, zwischenzeitliche Änderungen jeder Art oder Ansichten wie auf den Fotos kann keinerlei Gewähr übernommen werden. Deshalb ist eine jeweils aktuelle Information zu Routen und anderem empfehlenswert.
Auf den Seiten http://www.presseweller.de gibt es bei freiem Zugang ständig abrufbare Reiseberichte und -magazine zu unterschiedlichen Regionen.



Hinweis für Redaktionen: Für diese und andere Originalfotos sowie Reisetexte zu Südschwarzwald und anderen bitte bei Presseweller anfragen.

Mittwoch, 28. Mai 2014

Im Sommerurlaub: Mit dem Rad auf Tour

       
   
 Rast an der Drau, Richtung Spittal. (Foto: joew)



Im Jagsttal und Schwarzwald, an Drau, Gail und über Passstraßen


28. Mai 2014. Siegen (dialog). Sommerurlaub, das wird für viele auch wieder „Radeln“ heißen. Manche unternehmen mehrtägige Touren wie zum Beispiel über den Donau- oder den Elbe-Radweg, viele andere machen Tagestouren von einem festen Stützpunkt aus, kommen also jeden Tag wieder in ihre Unterkunft zurück. Auch dabei gibt es vieles zu entdecken, einschließlich herausfordernder Mountainbikestrecken. In vielen Regionen besteht mittlerweile auch die Möglichkeit, ein Pedelec, also ein Rad mit unterstützendem E-Antrieb, auszuleihen. Auf den Seiten von presseweller.de findet man unter „Bike-Click“ zahlreiche allgemeine Streckenbeschreibungen. Nachfolgend ein paar Möglichkeiten im Südwesten Deutschlands sowie im südlichen Österreich, in Osttirol und Kärnten – alles beliebte Urlaubsregionen.

In Deutschlands Südwesten kann man zum Beispiel entlang der Jagst oder auch der Kocher zum Neckar hin fahren. Es stehen verschiedene Tourenmöglichkeiten zur Auswahl, ob um die 70 oder über 100 Kilometer. Ein großes Terrain für Radfreunde bietet der Schwarzwald, zum Beispiel mit dem über 100 Kilometer langen Enztalradweg, entlang der Rench durch die Ortenau oder an der Elz im Breisgau. Wie wäre es, mal rund um den Kaiserstuhl zu radeln oder mit vielen tollen Aussichtsmöglichkeiten, die Schwarzwaldhochstraße, am idyllisch gelegenen Mummelsee vorbei, unter die Räder zu nehmen – Einkehr auf Gutes eingeschlossen? Für Radler und Mountainbiker gibt es unzählige Möglichkeiten, sich den Schwarzwald mit seinen Städten, Städtchen und Dörfern zu „erobern“ und sich dies und das, wie bei allen Radtouren, am Wegesrand anzuschauen, von der Burgruine über das Schloss bis zur Kirche und zum Museum. Bei allen Radwegen gilt: Man muss ja nicht die gesamte Strecke, zum Beispiel 300 Kilometer fahren, sondern kann sich schöne Etappen aussuchen. Bei Strecken entlang von Flüssen ist es natürlich angenehmer, mit dem Fluss, also von der Quelle Richtung Mündung zu fahren. Das geht in der Regel leichter und ist meist auch für Familien mit Kindern ideal. Noch tiefer im Süden liegt der Bodensee, wo der Bodensee-Radweg zu Touren einlädt. Mit einem Sprung über die Grenze geht es weiter in den Südwesten Österreichs, zuerst nach Osttirol.

In Österreichs Südwesten


Auf den verschiedenen Bergtrassen, wie über den Staller Sattel oder, ebenfalls vom Defereggental aus, rund um den Riesenferner oder aus dem Iseltal bei Huben die Kalser Glocknerstraße hoch, ist kräftige Pedalarbeit gefragt. Mountainbiker wissen solche Anforderungen zu schätzen. Auf den Höhen warten nicht nur tolle Aussichten, sondern auch der Downhill, die Abfahrt, bei der man sich den Sommerwind um die Nase wehen lässt.
Wer es einfacher will, radelt über den Drautalradweg, zum Beispiel ab Sillian über Lienz und weiter und weiter …, insgesamt über 350 Kilometer. Medienmeldungen nach sind nun die Erneuerungsarbeiten des Weges bei Leisach abgeschlossen, sodass der Weg dort wieder wie früher entlang der rechten Drauseite führt. Fährt man die rund 45 Kilometer von Lienz nach Greifenburg, kann man zum Weissensee in Kärnten abzweigen und weiter über den steilen Kreuzbergpass, normale Fahrstraße, ins Gitschtal und Gailtal fahren und dort den insgesamt rund 90 Kilometer langen und nahezu eben verlaufenden Gailtal-Radweg, R3, nutzen. Von hier führt er Richtung Osten bis bei Villach, wo man wieder in den Drautalradweg „einsteigen“ kann. Fährt man auf dem Gailtal-Radweg Richtung Westen kommt man nach Kötschach-Mauthen. Um wieder auf den Drautalradweg Richtung Ausgangspunkt zu kommen, gibt es von hier zwei Möglichkeiten über allgemeine Straßen: über den Gailbergsattel mit seinen vielen Kehren nach Oberdrauburg ins Drautal oder über das Lesachtal und Tiroler Gailtal ins Drautal bei Sillian.
Je nach Standort im Drau- oder Gailtal, im Defereggental oder Lesachtal bieten sich auch für Mountainbiker die verschiedensten Strecken an, ob zu Höhendörfern oder Almen, ob über den Plöckenpass oder das Nassfeld nach Italien sowie auf zig Mountainbikewegen. Bei der bei Bikern bekannten traditionellen Dolomitenrundfahrt, die am 8. Juni in Lienz startet, gibt es in diesem Jahr eine extra Herausforderung, von den Veranstaltern „SuperGiroDolomiti“ genannt. Sie bezieht unter anderem die oben angeführten Strecken Nassfeld, Plöckenpass und Lesachtal ein sowie auf italienischer Seite den teils engen Lanzenpass in Friaul-Julisch-Venetien. Wer übrigens dort, auf der Südseite der Karnischen Alpen, radeln will, findet einige nach unserer Auffassung „autobahnähnlich“ gut ausgebaute Radwege. Dazu aber mehr im nächsten Bericht. (jw)


Weitere Fotos, zum Publizieren honorarpflichtig, können ebenfalls über diese Seite angefordert werden.

Zu Details erfährt man mehr über die folgenden allgemein zugänglichen Internetseiten:

drau-radweg.com; drauradweg.com; www.osttirol.com; www.defereggental.com; www. weissensee.com; www.lesachtal.com; www.nassfeld.at; www.nlw.at sowie immer rund um Urlaub, Reisen und Autotests bei http://www.presseweller.de


Dienstag, 6. Mai 2014

Tour in Kärnten mit 18-Prozent-Steigungen


Mit 18 Prozent geht es die Kreuzen in Kärnten rauf und später runter. (Foto: presseweller)


Vom Fuße des Nassfelds über Windische Höhe und Kreuzen

6. Mai 2014. (Dialog/Bikeclick). Windische Höhe und Kreuzen, beides in Kärnten, verlangen intensive Beinarbeit. Bei Steigungen bis 18 Prozent müssen Radler auf beiden Passstraßen feste in die Pedale treten. Wer eine Tour über beide machen will, kann – auf kürzestem Weg - entweder in St. Stefan im Gailtal oder auf der anderen nordöstlichen Seite in Paternion oder Feistritz starten. Die hier vorgestellte mehrstündige Tour umfasst hin und zurück rund 80 Kilometer und beginnt in Tröpolach am Fuße des Nassfelds.
Wer nicht auf der Straße fahren will, nutzt bis hinter den Pressegger See den Gailtalradweg R3. Man muss auf jeden Fall bis ein kurzes Stück hinter St. Stefan fahren. Dort gibt es von der Bundesstraße links einen Abzweig, der auf „Windische Höhe“ hinweist. Auf der teils engen und später kurvenreichen Bergstraße muss direkt feste auf rund sechs Kilometern bei überwiegend 18 Prozent Steigung pedaliert werden. Vom Ausgangspunkt sind es bis zur Höhe rund 28 Kilometer. Im idyllischen Hochtal geht es dann ein Stückchen flach weiter, bevor die rund vier Kilometer lange Abfahrt kommt.
Kann man im Talbereich wieder etwas verschnaufen, steht schon gleich die nächste Runde an.
Es geht direkt auf die Kreuzen, Steigung wiederum 18 Prozent. Nach knapp zwei Kilometern ist es geschafft. Dann wieder vier Kilometer luftige Abfahrt ins Tal. Je nach Ziel sind so um die 40 Kilometer bewältigt.  Nach Verschnaufpause und Einkehr wieder zurück. Ein Trost: Die Windische Höhe hat von der Nordseite „nur“ 16 Prozent Steigung. Mit dann insgesamt so rund 80 Kilometern war es dann ein – hoffentlich – schönes Raderlebnis, das von der landschaftlichen Seite her ebenfalls reizvoll ist. Da es sich um normale Straßen mit auch Autoverkehr handelt, sollte man wegen der teils sehr engen Kurven vorsichtig fahren. Wer noch Radlust hat, kommt von der Nordseite aus auch zum Weissensee.  
Wem es nach der Rückkunft noch nicht reicht, steigt von Tröpolach aus noch aufs Nassfeld auf, hin und zurück rund 24 Kilometer.
Diese Tour über die Pässe bietet sich auch für Motorbiker an. (presseweller)


Samstag, 5. April 2014

Einfahrtour Siegerland: Über den Rothaar-„Pass“





 Auf der Höhe liegt auch gleich das Quellgebiet der Sieg. Die neue Anlage erscheint allerdings weit weniger authentisch als die alte klare Kennzeichnung mit Quellfassung.     (Foto: presseweller)



Schöne Abfahrten nach den Steigungsstecken


4. April 2014. Siegen (Bikeklick). Wie in vielen anderen Regionen lädt auch das Siegerland aufgrund des freundlicheren Wetters seit wenigen Wochen zu Radtouren ein, ob mit normalem Fahrrad oder Pedelec. Zum Einfahren hier eine kurze Tour mit Steigungsstrecken über den Rothaarkamm von Siegen ins Wittgensteiner Land  nach Feudingen. Eine Tour rund 30 Kilometer.

Von Siegen-Mitte geht es über die Spandauer und Frankfurter Straße über den Kreisel nach Kaan-Marienborn und dort über die Hauptstraße geradeaus weiter nach Feuersbach. Kurz nach Beginn des Feuerbacher Tals, „Feuersbacher Furt“, zweigt rechts die Straße nach Niederdielfen ab. Die Fahrt geht hier bei der Tour aber in leichter Linkskurve weiter nach Feuersbach und über die Höhe nach Deuz. Vom Niederdielfen-Abzweig an steigt die Straße sanft an, ab Feuersbach steiler bis zur Höhe. Bis dahin sind es vom Abzweig rund 3,5 Kilometer. Der steilere Anstieg von Feuerbach aus ist nach zirka 1,5 Kilometern absolviert. Dann steht bis Deuz erst einmal ein erfrischende Abfahrt an.
Einige Meter nach dem Ortsschild – links der alte Deuzer Bahnhof – zweigen wir an der Ampel links ab und nach wenigen Metern in der Kurve wieder rechts  Richtung Bad Laasphe usw. Die Straße führt dann relativ eben über Grissenbach und Nenkersdorf bis nach Walpersdorf, das Kohlenmeilerdorf.  Unterwegs kann man hier und da Typisches aus dem Siegerland sehen: Hauberge. Bewirtschaftete Niederwälder, je nach Jahrezeit in verschiedener Bearbeitung. Hinter Walpersdorf liegt links, vor dem passartigen Aufstieg zum Kamm des Rothaargebirges, auch der Kohlenmeilerplatz. Übrigens einer der wenigen Orte in Europa, an dem noch in gewisser Regelmäßigkeit das Köhlerhandwerk beobachtet werden kann!
Spätestens ab hier muss man heftiger in die Pedale treten. Der kurvenreiche Rothaar-„Pass“ beginnt und führt bis auf über 600 Meter Seehöhe. Gute fünf Kilometer heißt es jetzt „feste in die Pedale treten“, bis die Höhe erreicht ist. Beim Pedelec kann man sich auf hoher Stufe vom Elektromotor unterstützen lassen. Nur ein paar Meter rechts von der Höhe liegt die Siegquelle. Kann man sich mal anschauen.Das Fassungsgebiet wurde neu angelegt. Ob's besser ist als vorher?
Sowohl bei der Hinfahrt als auch bei der späteren Rückfahrt sollte man auf dieser Rothaarstraße besonders umsichtig fahren, weil die Straße nicht allzu breit ist und es Autoverkehr gibt – an Wochenenden meist mehr als werktags. Interessanterweise ist die Aufwärts-Tempobeschilderung auf 50 km/h gesetzt, bergab teils nicht oder zum Teil auf 70 km/h begrenzt. Warum das so ist, wird man nur bei den Behörden wissen.  
Aber weiter. Hinter der Höhen-Kurve ist man in Wittgenstein. Auf der weiteren Strecke und der relativ breiten Straße lässt sich die lange Abfahrt ins Tal der Lahn genießen.  In Volkholz endet die Abfahrt, dann geht es relativ eben über die Lahn-Ferienstraße weiter zum Ziel, Feudingen. Rund 30 Kilometer geradelt. Je nach Tempo und Kondition ab geschätzten rund zweieinhalb Stunden.
Rückweg in anderer Reihenfolge wie vor oder auch von Deuz über Netphen, Dreis-Tiefenbach und Weidenau nach Siegen.
Hier und da können Nebenstrecken genutzt werden oder zum kleinen Teil auch Radwege. Mit guter Karte oder eventuell GPS ist es ebenfalls möglich, teils Waldstrecken zu fahren.
Wer sich stärken will: Entlang der Straßenroute bestehen mehrere Einkehrmöglichkeiten.


Montag, 31. März 2014

Das Rad satteln


Fahrräder sind jetzt wieder überall zu sehen. (Foto: presseweller)


Frühlingssonne macht Lust auf Touren

31. März 2014. Siegen (Bikeklick). Die ersten warmen Frühlingstage machen Lust aufs Radeln. Überall sah man die vergangenen Tage schon Biker in die Pedale treten, ob über Land oder in der Stadt. Wer schon per Rad unterwegs ist, wird sein Bike wohl schon gründlich durchgecheckt haben. Wer erst noch starten will, sollte das Rad vor der ersten Ausfahrt kontrollieren: Bremsen, Bremszüge, Beläge, Kette, Reifen, Luftdruck, Schraubensitz und elektrische Anlage. Am besten: ein Check im Zweiradfachbetrieb.
Immer öfter sieht man auch Pedelecs, Fahrräder mit Elektromotor-Unterstützung. Sie erleichtern das Fahren an Steigungen und bei Gegenwind. Der Motor arbeitet nur, wenn in die Pedale getreten wird und unterstützt in der Basisform für das führerscheinfreie Pedelec bis maximal zirka 25 km/h. Es gibt verschiedene Antriebsversionen: Frontmotor in der Vorderrad- oder Heckmotor in der Hinterradnabe oder Mittelmotor. Das Interesse an diesen praktischen Rädern scheint ungebrochen. Zum Kauf sollte man sich beraten lassen, die Wartung dem Fachmann überlassen.

Neue Touren
In Kürze stellen wir wieder neue Touren vor, zum Beispiel die Doppel-Passstrecke mit jeweils 18 Prozent Steigung im Südwesten Kärntens. Da muss man schon kräftig in die Pedale treten. Weitere sind in Vorbereitung.   

Eine ganze Reihe von Tourenmöglichkeiten findet man unter dem Button Bike-Click auf dem Webportal http://www.presseweller.de 

Samstag, 4. Mai 2013

Biken: Von Kärnten bis Oberkrain



Landschaftlich reizvoll, vom Gailtal in Kärnten über Italien nach Slowenien, hier Kranjska Gora, zu radeln oder mit dem Motorrad zu fahren. Ist das Fahrrad nicht dabei: Es lassen sich auch unterschiedlichste Räder ausleihen. (Foto/Montage: presseweller)



Mit dem Fahrrad bis zur Grenze relativ leicht / Kurven für Motorbiker


Wer im Südwesten Kärntens wie im Gailtal seinen Urlaub verbringt, kann mit Fahrrad und Motorbike schöne Touren unternehmen. So kann es zum Beispiel relativ leicht von Hermagor-Pressegger See nach Oberkrain gehen, vorläufige Endstation Kranjska Gora.
Radler steigen in Hermagor in den Gailtal-Radweg (früher Karnischer Radweg) ein, der bis nach Villach in östlicher und nach Kötschach-Mauthen in westlicher Richtung führt und insgesamt rund 90 Kilometer lang ist. Unter http://www.bickeclick.de sind verschiedene Touren beschrieben. Für Weiterfahrten besteht die Möglichkeit, auf den Drautal-Radweg zu wechseln.
Der Gailtal-Radweg führt teils an der Gail entlang, wobei hier in dieser Richtung mit dem Fluss gefahren wird. Das heißt, dass der Pedaltritt leichter ist, als gegen den Flusslauf zu fahren. Auf der Fahrt genießt man das Bergpanorama der Gailtaler Alpen im Norden und des Karnischen Hauptkamms im Süden. Schon etwa ab Nötsch liegt nördlich das mächtige Massiv des Dobratsch vor den Augen, im Südosten erkennt man bereits die Julischen Alpen in Slowenien. Nach zirka 33 Kilometer verlassen wir bei Arnoldstein den Radweg und biegen Richtung Italien, nach Tarvisio, ab, das über die normale Straße nach wenigen Kilometern erreicht ist. Der Ort ist bekannt für seinen großen Markt, aber verkehrsmäßig, mit teils engen Gassen, sehr belebt.
Jetzt müssen wir aufpassen, um dem richtigen Weg nach Slowenien zu folgen: langsam fahren und der Beschilderung folgen. Ganz so leicht wie durchs Gailtal geht es nun nicht mehr weiter, weil es eine Etage höher geht. Die Straße, die durch Dörfer führt, steigt nahezu stetig an. Erst vor der Grenze wird wieder ebene Straße erreicht. Vom Grenzort Ratece geht es relativ flach bis nach Kranjska Gora weiter, etwa 18 Kilometer von Tarvisio entfernt. Von Ratece an kann man südlich und südwestlich die beeindruckende Kulisse der nahen Julischen Alpen bewundern. Ein Abzweig ins Planica-Tal, weltbekannt für seine Skiflug-Schanzen, bietet sich an. Wir sind in Oberkrain. Nach mehrstündiger Radtour ist es ratsam, ein bisschen zu bummeln und einzukehren. Im Ort gibt es ein vielfältiges Angebot – auch an Hotels und Pensionen. 
Schließlich bieten sich von hier aus viele weitere Touren an, relativ eben durchs Savetal Richtung Ljubljana, zum Beispiel zum Bleder See; nördlich entlang der Karawanken durch Dörfer bis nach Begunje, der Heimat der früher weltbekannten Musiker „Slavko Avsenik und die Original Oberkrainer“. Wer mit dem Rad nach Herausforderung sucht, fährt von Kranjska Gora auf gut 1.600 Meter Höhe, "erklimmt" den Vrsic-Pass, oder fährt bis nach Moistrana und dort über den bis zu 20 Prozent ansteigenden Bergweg in Vrata-Tal, wo man am Ende den höchsten Berg Sloweniens, den Triglav, direkt vor Augen hat.
Wenn es stattdessen aber bald schon wieder relativ leicht zurückgehen soll, empfehlen wir, den selben Weg wie auf der Hinfahrt zu nehmen. Im Gailtal kann man dann die Rückstrecke bis Hermagor bequem mit der Gailtalbahn zurücklegen. Sowohl im Gailtal als auch in Kranjska Gora kann man Räder ausleihen. Rund um Kranska Gora und Tarvisio sind ebenfalls verschiedene Radwege angelegt, auf italienischer Seite teils sehr ausgebaut über alte Bahnstrecken!

Kurven fürs Motorbike

Mit dem Motorrad nutzt man im Gailtal die Bundesstraße. Wenn Kurven erwünscht sind, empfehlen wir, hinter Nötsch nicht den Gailtalzubringer nach Arnoldstein zu nutzen, der auch vignettenpflichtig ist, sondern die normale Straße über Feistritz durch die Dörfer zu nehmen. Das ist beschaulich und fahrtechnisch interessanter. Ab Arnoldstein kann nun die Radroute über Tarvisio gefahren werden. Auf der Strecke Richtung Ratece lohnt ein Abstecher hoch zu den rechts abzweigenden Fusine-Seen.
Alternativ bietet es sich an, die Gailstraße bis etwa Pöckau beziehungsweise bis zur Abfahrt Wurzenpass weiter zu fahren. Der führt kurvig und teils sehr steil bergauf und dann wieder bergab nach Podkoren und weiter nach Kranjska Gora, von Hermagor rund 55 Kilometer.
Soll die Rücktour nicht gleich verlaufen, bietet sich als Alternative an, über den Vrsic-Pass mit seinen zahlreichen Kehren und der steilen Abfahrt über Trenta ins schöne Soca-Tal zu fahren, weiter Richtung Bovec bis zum Abweig Predil-Pass / Italien. Die Passstraße, Grenze auf der Höhe, führt am Mangart vorbei. Nach dem Passende wieder Richtung Tarvisio. Diese Tourvariante ist landschaftlich ebenfalls sehr reizvoll. (presseweller)

Hinweis: Alle Kilometerangaben Zirka-Werte. Zu Befahrbarkeit und Witterung informiert man sich jeweils aktuell. Motorradfahrer sollten die jeweiligen Verkehrsvorschriften beachten, da die Bußgelder teils erheblich höher als in Deutschland ausfallen. Unter anderem im Gailtal gibt es Hotels und andere Unterkunftsbetriebe, die sich auf Zweiradfahrer eingestellt haben. 

Samstag, 20. April 2013

Mal sanft, mal steil: Radtour im Gailtal




Der Gailtal-Radweg im südwestlichen Kärnten, hier bei Hermagor im Erlebnisraum Nassfeld-Pressegger See, verläuft nahezu eben durchs Tal. (© Foto: presseweller)


Familiengerechter Radweg und Mountainbikestrecken

April 2013. Siegen. Viele nutzen es, im Urlaub zu radeln. In den Bergregionen bieten sich sowohl sanfte, fast ebene Wege als auch steile Passagen fürs Mountainbike (MTB) an. Das ist auch im Gailtal im Südwesten Kärntens, rund ums Nassfeld und den Pressegger See, so. In der Region lassen sich nach Angaben der Touristiker rund 950 Kilometer Rad- und Mountainbikewege unter die Pedale nehmen. Eine „heiße“ Abfahrt mit über elf Kilometern gibt es von der rund 2.000 Meter hohen Madritsche. Der Gailtal-Radweg lädt gerade auch Familien zu gemütlichen Touren ein.

Nahezu eben durchs Tal, von Kötschach-Mauthen bis nach Villach, führt der rund 90 Kilometer lange Gailtal-Radweg. Es gibt überall Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten und Abzweigungen zu Dörfern, so dass jeder nach Lust und Laune so viele Kilometer abradeln kann, wie er mag. Am einfachsten ist es, gerade auch wenn der noch kleinere Nachwuchs dabei ist, mit der Gail zu fahren, also von Kötschach-Mauthen über Kirchbach, Hermagor und St. Stefan weiter Richtung Villach. Hin- oder Rückweg können nach Wunsch mit der Bahn angetreten werden. Von Hermagor aus gibt es auch eine Radwegverbindung ins Gitschtal, Richtung Weißbriach.

Dann mal auf die Höhen

Mountainbiker sind auf den Wegen und Straßen in die Bergdörfer oder zu Almen richtig. Von Tröpolach aus gelangt man zum Beispiel über den Bergort Schlanitzen weiter zu - nach dem Auftrieb bewirtschafteten - Almen. Es geht teils steil bergauf. Zu diesen Almen in den Karnischen Alpen sind es aus dem Tal meist deutlich über zehn Kilometer, zu den Bergdörfern in den Gailtaler Alpen rund drei bis vier Kilometer mit vielen Kurven und kräftigen Steigungen. Von Tröpolach gelangen Biker auch über die Bundesstraße aufs Nassfeld. Es gibt aber eine bequemere Möglichkeit: Im Millennium-Express, der Bergbahn, die bis auf rund 2.000 Meter Höhe auf die Madritsche führt, kann das Bike mitgenommen werden. Von oben bieten sich verschiedene Downhill-Möglichkeiten an, Touren zu Almen und eben als Herausforderung auch die über elf Kilometer lange Abfahrt.
In der Region besteht ebenfalls die Möglichkeit zu grenzüberschreitenden Touren wie ins nahe Italien. Sind die eigenen Bikes nicht dabei: Fahrräder, auch Pedelecs, also Räder mit Elektromotor-Unterstützung, können an verschiedenen Stellen im Tal ausgeliehen werden.
Unter http://www.bikeclick.de oder unter dem Button „Bike-Click“ auf http://www.presseweller.de sind weitere Touren in und um die Region sowie in anderen Gebieten wie in Friaul/Italien, Slowenien, Defereggental / Osttirol und Nordrhein-Westfalen beschrieben. (Dialog/jw)

Informationen zur oben beschriebenen Region: www.naturarena.com

Montag, 25. März 2013

Einfahrtour für Radler und Motorbiker: Siegerland



Von Siegen übers Hellertal und entlang des Siegtals nach Wissen


25. März 2013. Siegen (bikeclick). Langer Winter. Wenn Schnee und Frost gehen und das Zweirad wieder ausgemottet und auf Vordermann gebracht ist, bietet sich für Radler und Motorbiker eine Einfahrtour an. Das geht in allen Regionen. Man sucht sich eine kleinere oder größere Strecke aus. Hier ein Beispiel aus dem Siegerland im südwestlichen Westfalen – über die Grenze bis nach Rheinland-Pfalz.
Start ist an der zentralen Kreuzung Kochs Ecke in Siegen, der Krönchenstadt, in der der Maler Peter Paul Rubens geboren wurde. Die erste Etappe führt über die B 54 nach Wilndorf. Dazu müssen wir  „über den Berg“. Nutzt man die ausgeschilderte Route über Rödgen, gibt es von der Frankfurter Straße aus nach dem Kreisverkehr gleich einen rund zwei Kilometer langen Aufstieg mit bis zu zwölf Prozent Steigung bis zur Eremitage, dann steigt die Straße  noch rund zwei Kilometer mit mehreren Kurven nach Rödgen an. Danach kann man sich den Wind um die Ohren wehen lassen: Es geht bis nach Winsdorf erst leicht, dann stärker abwärts bis in den Kreisel. Bis hierhin sind vom Start weg rund zehn Kilometer zurückgelegt.
>Eine Alternative mit geringerer Steigung bietet sich vom Ausgangspunkt an über die Leimbachstraße Richtung Stadion und Autobahnauffahrt Siegen-Süd. Bis zum Stadion steigt die Straße kaum an, dann aber deutlich mehr auf rund zwei Kilometern bis zur Höhe unterhalb der Eisernhardt bis zum Abzweig, links, Richtung Eisern. Dann etwa zwei Kilometer mit einer Rundkurve bergab bis Eisern in den Ort, dort links ab und über Rinsdorf  nahezu eben nach Wilnsdorf in den Kreisel, insgesamt rund elf Kilometer.
Vom Kreisel wie oben aus zweigen wir Richtung Neunkirchen/Autobahn ab: rund 1,4 Kilometer bergauf. Im Kreisel oben Richtung Wilden. Es geht bergab und ab Wilden nahezu eben über Salchendorf und Neunkirchen ins Hellertal.
>Alternative: Von Siegen über Eiserfeld nach Neunkirchen, und zwar über die kurvenreiche und teils stark ansteigende Schränke. Auf der Höhe ist rechts ein Restaurant, in der Nähe der Pfannenberg-Aussichtsturm. Abwärts über Salchendorf nach Neunkirchen.

Locker bis nach Betzdorf
An der Hauptkreuzung in Neunkirchen fahren wir geradeaus Richtung Betzdorf – über Struthütten und nach Herdorf. Im nächsten Ort, in Sassenroth, kann man sich bei Interesse das Schaubergwerk anschauen. Mit einigen Kurven führt die Route weiter bis nach Betzdorf. Jetzt der Beschilderung Wissen folgen. Wir sind im Siegtal. Mit ebenen Strecken und teils leichten Steigungen geht es der Sieg entlang bis nach Wissen. Insgesamt sind bis dort etwa 46 Kilometer zurückgelegt.
Die Rückfahrt kann dann wieder wie vor nach Betzdof erfolgen. Von hier lässt sich nun die weitgehend ebene Straße Richtung Siegen durchs Siegtal nutzen. Hinter Kirchen, in Freusburg, gleich an der Sieg, kommt oberhalb die Freusburg in den Blick. Sie thront über dem Tal. Wer einen Abzweig machen will: In den Ort Freusburg fahren. Dann folgt eine steile passartige Straße  zur Burganlage, die schon seit Jahrzehnten als Jugendherberge genutzt wird. Schöner Blick auf Giebelwald, Siegtal und die Höhendorfer. Zurück ins Tal. Eine Steigungsstrecke gibt es auch hier. Sie beginnt bei Büdenholz und endet auf der Höhe oberhalb von Brachbach, dort abwärts nach Mudersbach und weiter über Niederschelderhütte – rechtsseitig sind noch die riesigen Anlagen der früheren Schelder Hütte, der Charlottenhütte,  im Blick -, Niederschelden und Eiserfeld nach Siegen, insgesamt rund 44 Kilometer.

Gesamtroute ohne Abzweige: rund 90 Kilometer
Größere Steigungsstrecken je nach Tour: Siegen-Rödgen, Siegen-Eisernhardt, Wilnsdorf zur Höhe bis zum Kreisel; Siegen – Eiserfeld – Schränke; im Siegtal ab Büdenholz zur Höhe oberhalb von Brachbach. Einkehrmöglichkeiten gibt es überall.
Für Radler: Durchs Siegtal können teilweise Radwege genutzt werden.
Für Mountainbiker: Von Siegen nach Wilnsdorf/Wilden ist es teils auch möglich, Wald-Höhenwege zu nutzen. Man sollte sich entsprechende Karten besorgen oder per GPS planen.
Für Motorbiker: Auf der Rückfahrt bieten sich Alternativ Steigungs- und Kurvenstrecken an, zum Beispiel aus dem Siegtal nach Katzwinkel abbiegen und dort bis Kirchen/Sieg und weiter wie oben durchs Siegtal fahren. 

Weitere Routen in Deutschland, Osttirol, Kärnten und Nordwest-Italien über http://www.bikeclick.de oder über den Button „Bike-Click“ auf http://www.presseweller.de