Dienstag, 25. August 2015

Südschwarzwald: Über den Kandel ins Glottertal


Feste in die Pedale treten/ Kurvenreiche Passstrecke



Den Kandel hoch ist guter Tritt gefragt. (Fotos: presseweller)


August 2015. (Bike-Click/ prw). Spätsommer und Herbst mit gemäßigteren Temperaturen bieten sich für Radtouren an. Im Schwarzwald haben Biker alle Möglichkeiten. Wer im Breisgau Urlaub macht, kann zum Beispiel die nach Kilometern kurze, aber nach Steigung heftige Tour von Waldkirch über den Kandel ins bekannte Glottertal antreten und von dort wieder locker nach Waldkirch zurückradeln. Insgesamt macht das so etwa 40 Kilometer, je nach Ausgangspunkt. Bei Fahrradfahrern gilt die Tour auf den Kandel als herausfordernd.

Los geht es in Waldkirch. Man sollte vorher die Karte zur Hand nehmen, damit man den Einstieg in die passartige Straße auf den rund 1240 Meter hohen Kandel findet. Nach noch nicht so forderndem Beginn geht es bald am linksseitigen Gasthof – mal ein Stück Schwarzwälder Kirsch probieren –und am murmelnden Bach vorbei. Beschaulich ist's im Altersbachtal. Dann schraubt sich die teils enge Bergstraße mit bis zu 13 Prozent Steigung und mit zahlreichen Kurven durch luftigen und teils schattigen Nadelwald auf beiden Straßenseiten auf das Höhenplateau. Je nach Ausgangsort legt man elf bis zwölf Kilometer zurück sowie, je nach Startpunkt, über 900 bis 1000 Höhenmeter. Zwischendurch gibt es immer wieder tolle Ausblicke aufs Tal, zum Beispiel vom Naturfreunde-Haus aus, gut fünf Kilometer nach dem Start. Das bietet auch Zeit, eine Verschnaufpause einzulegen. Auf der Passhöhe wartet ein weites Plateau mit vielen Parkplätzen, zig Wandermöglichkeiten und Restauration. Linksseitig gibt es eine naturgeschützte Borstengraswiese mit, je nach Jahreszeit, bunten Blumen. Rechtsseitig ist der Abflugplatz für Drachen- und Gleitschirmflieger. Als wir oben waren, hob gerade einer ab. Als die Knipse bereit war, hatte er leider bereits den Flug angetreten. Im Winter stehen Langlauf und mehr auf dem Plan. Einen kleinen Lift gibt es auch. Ist die Luft klar, gibt es aber immer der Blick weit ins Tal. Schön.


Zwischendurch halten, auf Hügel und aufs Tal schauen. 


Auf der Kandel-Passhöhe angekommen.



Abwärts ins Glottertal
Mit vielen Kurven und Serpentinen windet sich die Landstraße an Wald vorbei ins Glottertal, nach wie vor sehr bekannt durch die Fernsehserie „Schwarzwaldklinik“ mit „Dr. Brinkmann“ und Co. Da man nicht treten muss, ist die Abfahrt quasi die Belohnung für den mühevollen Aufstieg. Schon bald wird das Bild durch Weinberge und -gärten bestimmt. Nach über 15 Kilometern ist der Talboden erreicht. In Glottertal bestehen verschiedene Einkehrmöglichkeiten.
Sowohl auf der Hochfahrt als auch auf der Abfahrt gibt es Straßenschäden. Da der „Kandelpass“ auch in den Kurven teilweise eng ist, ist es ratsam, das Fahren vorsichtig angehen zu lassen. Man kann sich denken, dass auch bei Motorbikern diese kurvenreiche Strecke beliebt ist. Außerdem gibt es Autoverkehr.


Im Glottertal angekommen: Weinberge. 


Für Pedelec-Fahrer, E-Biker, ist der Kandel ebenfalls eine Abwechslung. Mit leichterem Tritt hoch und runter den Akku nachladen, falls man ein E-Bike mit Rekuperation hat, also eines, bei dem beim Bremsen und Co. dem Akku wieder „Saft“ zugeführt wird.
Vom Glottertal fährt man nun weiter und erreicht nach rund zehn Kilometern wieder den Ausgangspunkt Waldkirch.

Allgemein: Es gibt verschiedene Rast- bzw. Einkehrmöglichkeiten. Ringsum liegen sehenswerte Orte wie St. Peter, Sexau, Emmendingen und Freiburg. Zu geeigneten Strecken, auch über Fahrradwege, sollte man sich auf einer Radkarte oder per App informieren.
Unsere Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt der Fahrt im Juni 2015. Für Befahrbarkeit, Straßenzustände, zwischenzeitliche Änderungen jeder Art oder Ansichten wie auf den Fotos kann keinerlei Gewähr übernommen werden. Deshalb ist eine jeweils aktuelle Information zu Routen und anderem empfehlenswert.
Auf den Seiten http://www.presseweller.de gibt es bei freiem Zugang ständig abrufbare Reiseberichte und -magazine zu unterschiedlichen Regionen.



Hinweis für Redaktionen: Für diese und andere Originalfotos sowie Reisetexte zu Südschwarzwald und anderen bitte bei Presseweller anfragen.

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